
27.01.22 –
Booster für die Artenvielfalt
Der Rückgang der Artenvielfalt ist zusammen mit dem Klimawandel unsere größte Herausforderung. Mit jeder ausgestorbenen Art fehlt ein Schräubchen im System. Sterben zum Beispiel Nachtfalterarten aus, fehlen Vögeln und Fledermäusen ihre Nahrungsgrundlage. Sterben die Wildbienen aus, fehlen sie in der Landwirtschaft und im Obstbau für die Bestäubung.
Ein Grund für den Rückgang der Arten ist die Verinselung der Lebensräume. Herrenberg wurde als Modellkommune für Biotopverbund im Landkreis Böblingen ausgewählt. Die Umsetzung der Biotopverbundplanung soll dazu führen, dass Tier- und Pflanzenarten wieder zwischen den Lebensräumen wandern können. Es ist wichtig die Stelle des städtischen Umweltbeauftragten schnell wieder zu besetzen. Er oder sie wird für die Umsetzung der Maßnahmen dringend benötigt.
Außer der Verinselung sind intensive Landnutzung, Stickstoffeinträge aus dem Verkehr, Pestizideinsatz und Lichtverschmutzung Gründe für den Artenrückgang oder das Aussterben. Die stetig steigende Anzahl an Lichtquellen macht die Nacht immer mehr zum Tag. Für Insekten wird dadurch die Orientierung erschwert. Ist es unausweichlich Wohn- und Gewerbegebiete, Fassaden und Straßen zu beleuchten, sollen insektenfreundlichere LED-Leuchten bevorzugt werden. In Herrenberg werden erst bei 18 % der Straßenlaternen LED-Leuchten verwendet. Hohe Strompreise sowie der Arten- und Klimaschutz sprechen für mehr Tempo bei der Leuchten-Umstellung.
Selbst im urbanen Raum gibt es großes Potential um das Artensterben zu stoppen. Die Kommune kann durch die Gestaltung ihrer Grünflächen und Friedhöfe zu mehr Artenvielfalt beitragen. Ein reduzierter Mähzyklus gibt Gräsern und Kräutern eine Chance zum Wachsen. Blühpflanzen aus regionalem Saatgut bieten Insekten Nahrung und sind deshalb immergrünen Pflanzen vorzuziehen. Mehrjährige Staudenpflanzen sind günstiger für bodenlebende Insekten als Wechselbepflanzung und schonen dazu den kommunalen Haushalt. Das Amt für Technik Umwelt Grün unternimmt viel für die Augen der Einwohner*innen. Mit entsprechender Pflanzenauswahl würden die Mitarbeiter*innen zusätzlich zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen.
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