Kolumne Mai 2020

Mehr Fahrradabstellplätze in der Innenstadt Auch wenn COVID-19 derzeit weltweit im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, sollten andere wichtige Themen wie der Klimaschutz nicht aus dem Blickfeld geraten. Ein Großteil der CO2-Emissionen entstehen auf lokaler Ebene im Verkehrssektor. Für Herrenberg wurde der integrierte Mobilitätsentwicklungsplan (IMEP) erstellt, der darauf abzielt, den Wegeanteil des motorisierten Individualverkehrs zugunsten umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel (zu Fuß, Fahrrad, Bus, Bahn) zu verringern. Die im Rahmen des IMEPs geplanten Maßnahmen reichen jedoch nicht aus, um die Zielsetzung des Landes Baden-Württemberg zu erfüllen. Um die Attraktivität von Verkehrsmitteln des Umweltverbundes zu steigern und außerdem alltägliche Erledigungen in der Altstadt zu erleichtern, haben wir im Februar einen Antrag zur Schaffung von 16 Fahrradabstellanlagen im östlichen und westlichen Graben eingebracht...

Mehr Fahrradabstellplätze in der Innenstadt

Auch wenn COVID-19 derzeit weltweit im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, sollten andere wichtige Themen wie der Klimaschutz nicht aus dem Blickfeld geraten.

Ein Großteil der CO2-Emissionen entstehen auf lokaler Ebene im Verkehrssektor. Für Herrenberg wurde der integrierte Mobilitätsentwicklungsplan (IMEP) erstellt, der darauf abzielt, den Wegeanteil des motorisierten Individualverkehrs zugunsten umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel (zu Fuß, Fahrrad, Bus, Bahn) zu verringern. Die im Rahmen des IMEPs geplanten Maßnahmen reichen jedoch nicht aus, um die Zielsetzung des Landes Baden-Württemberg zu erfüllen.

Um die Attraktivität von Verkehrsmitteln des Umweltverbundes zu steigern und außerdem alltägliche Erledigungen in der Altstadt zu erleichtern, haben wir im Februar einen Antrag zur Schaffung von 16 Fahrradabstellanlagen im östlichen und westlichen Graben eingebracht. Aktuell sind im Graben nur wenig Abstellplätze für Fahrräder vorhanden. Insbesondere im durch Einzelhandel, Gastronomie und Arztpraxen hoch frequentierten östlichen Graben mangelt es an zentral gelegenen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder während alltäglicher Einkäufe und Besorgungen. Ein Fahrradständer wurde - gut gemeint - auf dem Gehweg aufgestellt, versperrt diesen dadurch jedoch für den Fußverkehr. Dies führt dazu, dass Radfahrer*innen und Fußgänger*innen sich gegenseitig behindern, was nicht im Sinne eines nachhaltigen Modalsplits ist.

Daher begrüßen wir es sehr, dass die Stadtverwaltung unseren Vorschlag aufgegriffen hat, um im östlichen Graben 16 Radstellplätze anstelle von zwei PKW-Stellplätzen zu installieren und westlich vor der „Rose“ Platz für weitere Fahrräder zu schaffen. Erfreulich ist hierbei insbesondere, dass die Maßnahmen trotz der aktuellen Belastung der Stadtverwaltung durch COVID-19 bereits zeitnah in der 22.Kalenderwoche umgesetzt werden sollen.
Auf diese Weise lässt sich schnell und kostengünstig eine Attraktivitätssteigerung des Herrenberger Radverkehrs erzielen. Einem darüber hinaus gehenden Gesamtkonzept von Fahrradstellplätzen in Herrenberg, wie von der SPD gefordert, stehen wir sehr aufgeschlossen gegenüber. Die Planung solch gesamtheitlicher Maßnahmen, die sich aber erfahrungsgemäß als langwierig erweist, sollte jedoch einer schnellen und direkt umsetzbaren Realisierung von Fahrradabstellanlagen in der Altstadt nicht im Weg stehen.

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Gemeinderat Kolumnen Verkehr

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