Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes der Grünen Herrenberg und Gäu

Mit einem kurzen Rückblick auf die Bundestagswahl begrüßte Co-Vorsitzender René Goosmann die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung: „Nach über 30 Jahren hat der Wahlkreis Böblingen nach Christa Vennegerts, die 1987 bis 1990 im Bundestag saß, wieder einen grünen Bundestagsabgeordneten!“ Durch die Eröffnung eines Wahlkreisbüros in der Walter-Knollstraße zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Peter Seimer seien Grüne in Herrenberg jetzt noch präsenter...

Mit einem kurzen Rückblick auf die Bundestagswahl begrüßte Co-Vorsitzender René Goosmann die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung: „Nach über 30 Jahren hat der Wahlkreis Böblingen nach Christa Vennegerts, die 1987 bis 1990 im Bundestag saß, wieder einen grünen Bundestagsabgeordneten!“ Höhepunkt des Wahlkampfs sei die Veranstaltung mit der jetzigen Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Franziska Brantner, auf dem Marktplatz gewesen. Durch die Eröffnung eines Wahlkreisbüros in der Walter-Knollstraße zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Peter Seimer seien Grüne in Herrenberg jetzt noch präsenter.

Den Hauptteil des Abends bestritt MdL Peter Seimer mit Informationen über die Arbeit der Regierungskoalition: „Das Klimaschutzgesetz, dem Grüne und CDU vor wenigen Tagen zugestimmt haben, ist bundes-, wenn nicht weltweit einmalig“. Darin ist bis 2030 die Verringerung des CO2 Ausstoßes um 65%, und Klimaneutralität bis 2040 festgelegt. Auf dem Weg dorthin sind die Zwischenschritte eng zu überwachen. Für eine intensive Diskussion unter den Mitgliedern sorgte das Dauerbrennerthema Windkraft. „Durch eine Einschränkung des Widerspruchsrechts soll die Genehmigungszeit von aktuell 5,5 auf 3,3, Jahre verkürzt werden“, hob Seimer hervor. Unter der Bevölkerung bestehe große Bereitschaft, in Windkraftgenossenschaften zu investieren, so der Abgeordnete. Verhindert werde das derzeit noch durch eine auf Bundesebene von der CDU Vorgängerregierung als bewusste Bremse gegen den Windkraftausbau beschlossene gesetzliche Regelung. Hier müsse die Ampel schnellstens reagieren. Die lange Laufzeit von 20 Jahren bei Verträgen der landeseigenen EnBW für Flüssiggaslieferungen stieß bei den Anwesenden auf Befremden. Dazu mahnte die Herrenberger Fraktionsvorsitzende der Grünen, Waltraud Pfisterer-Preiss, Realismus an: nur ein Prozent der alten Gebäude könne pro Jahr saniert werden. Entsprechend müssten leider die alten Gasheizungen noch für viele Jahre laufen. Auch die Möglichkeit einer Verstaatlichung der EnBW, wie sie ein Anwesender in die Debatte warf, würde daran nichts ändern.

In einer Personalie bestätigten die Mitglieder René Goosmann als neuen Co-Vorsitzenden (neben Maya Wulz). Er hatte dieses Amt vor einigen Monaten von Ulrich Kurz übernommen, welcher dem Vorstandsteam als Beisitzer weiterhin angehört und sich mehr Zeit für seine Sprecherrolle im VCD Herrenberg erbeten hatte.

Nach jahrzehntelangem Engagement für die Grünen als Gemeinderatsmitglied, Vorstandsmitglied und Homepagebetreuerin verabschiedete sich Andrea Christ-Ege, ehemalige Landtagsbüroleiterin von Bernd Murschel, wegen ihres Wegzugs aus Herrenberg von ihrer grünen Basis mit "zwei weinenden Augen", wie sie sagte.  

René Goosmann schloss die Versammlung mit einem Ausblick auf die Kommunalwahlen 2024. Auf das auf 16 Jahre gesenkten Wahlalter und die steigende Bedeutung von Sozialen Medien habe die Partei mit der Einrichtung einer kreisweiten Arbeitsgruppe reagiert, die sich unter professioneller Leitung mit dieser Thematik beschäftige.

 

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