
01.05.25 –
Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Und trotzdem fehlt es an Wohnraum – auch in Herrenberg. Exemplarisch dafür stehen die Hängepartie um Herrenberg-Süd und das gestoppte Baugebiet Gartenäcker in Gültstein. Viele warten vergeblich auf eine bezahlbare Wohnung.
Oft bestehen Spannungen zwischen Alteingesessenen und denen, die neu dazukommen. Dazu kommen überregulierte Verfahren: Lärm, Verkehr, Gerüche, archäologische Funde – alles Mögliche kann ein Baugebiet zum Stillstand bringen. Wenn jeder Zuzug auf Widerstand trifft, bleibt Entwicklung auf der Strecke. Das Gültsteiner Baugebiet Gartenäcker zeigt das deutlich.
Gartenäcker steht auch für die klassische Einfamilienhaus-Siedlung. Das mag für Gültstein passen, das sich aus einem Dorf heraus entwickelt. Und es ist klar: dieses Baugebiet muss nun zu Ende gebracht werden. Doch solche Bauformen sind teuer, flächenintensiv und nicht zukunftsfähig. Was wir heute brauchen, sind effiziente, ressourcenschonende und bezahlbare Wohnformen – verdichtet, mehrgeschossig, gemeinschaftlich.
Statt immer neuer Außenbereiche wie Herrenberg-Süd sollten wir das nutzen, was wir im Innenbereich längst haben: Leerstände, Baulücken, brachliegende Quartiere. Wer diese Potenziale ungenutzt lässt, blockiert Wohnraum. Deshalb brauchen wir Instrumente wie die Grundsteuer C oder eine Leerstandsabgabe – damit Bauland genutzt und nicht gehortet wird.
Herrenberg kann gestalten: mit eigenen Flächen und städtebaulichen Verträgen – etwa im Aischbach, an der Schäferlinde oder beim Stadthallenareal. Wichtig ist, wie wir bauen: kompakt, bezahlbar, mit Erbbaurecht statt Höchstpreis. Denn Wohnen ist Teil des Gemeinwohls, keine Spekulationsware.
Wer im Innenbereich baut, schützt die Natur draußen. Jede dort entstehende Wohnung ist ein Beitrag zum Klima- und Bodenschutz. Die Alternative? Immer neue Siedlungen, mehr Verkehr, mehr Versiegelung.
Es ist Zeit, zusammenzudenken: sozial, ökologisch, städtisch. Die Zukunft gehört dem Miteinander im Quartier – nicht dem Gartenzaun.
Das Treffen des Ortsvorstands. Interessierte Mitglieder sind jederzeit herzlich wollkommen!
Das Treffen des Ortsvorstands. Interessierte Mitglieder sind jederzeit herzlich wollkommen!
Mit Beschluss des Ortsvorstands ist BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Herrenberg und Gäu Mitglied bei Herrenberg bleibt bunt geworden. Damit akzeptieren wir das Leitbild, das sich das Bündnis gegeben hat und drücken dies aus, indem wir den Text auf unserer Homepage veröffentlichen (zum Download hier klicken).
Das Treffen des Ortsvorstands. Interessierte Mitglieder sind jederzeit herzlich wollkommen!
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Mit Beschluss des Ortsvorstands ist BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Herrenberg und Gäu Mitglied bei Herrenberg bleibt bunt geworden. Damit akzeptieren wir das Leitbild, das sich das Bündnis gegeben hat und drücken dies aus, indem wir den Text auf unserer Homepage veröffentlichen (zum Download hier klicken).
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