14.01.26 –
Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Mitglieder unseres Ortsverbands,
liebe Gäste, die sich heute auf den Weg in unser wunderschönes Herrenberg gemacht haben,
ich freue mich sehr, heute hier zu stehen – als Co-Fraktionsvorsitzende unserer Grünen Fraktion im Gemeinderat, als Mitglied des Vorstands unseres grünen Ortsverbands Herrenberg und Gäu und vor allem als jemand, der jeden Tag erlebt, wie viel Herzblut, Zeit und Energie wir in grüne Politik hier in Herrenberg stecken. Dieser Neujahrsempfang heute steht unter dem Motto: „Zukunft geht nur im Vorwärtsgang.“ Und ich finde, dieses Motto beschreibt ziemlich genau, wofür wir Grüne hier in Herrenberg stehen. Denn Zukunft entsteht nicht durch Stillstand, nicht durch Rückwärtsgewandtheit und nicht durch das Festhalten an alten Lösungen – Zukunft entsteht durch Mut, durch Entscheidungen und durch den Willen, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn wir auf das alte Jahr zurückblicken, dann spüren wir: Politik ist gerade kein Selbstläufer. Die Zeiten sind rauer geworden, Debatten härter, Kompromisse schwieriger. Und ja – auch wir Grüne haben uns in den letzten Jahren oft gefragt: Wie viel Kompromiss ist nötig? Und wo verlieren wir dabei etwas von uns selbst?
Wir müssen unsere grünen Grundwerte selbstbewusst vertreten: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, eine offene Gesellschaft, echte demokratische Beteiligung – das ist keine Verhandlungsmasse, das ist unser Fundament. Und dieses Fundament dürfen wir nicht verwässern, sondern laut und deutlich vertreten – auch dann, wenn es unbequem ist.
Genau aus diesem Anspruch heraus haben wir als Ortsverband mit Unterstützung unseres Kreisverbands Böblingen und weiteren anderen Ortsverbänden einen Antrag für den Bundesparteitag eingebracht: mit dem Titel „Grün muss wieder cool sein.“ Und ja – der Titel ist bewusst ein bisschen provokant. Aber dahinter steckt eine ernste Botschaft: Grüne Politik ist modern. Sie ist lösungsorientiert. Und sie ist nah an den Menschen. Sie bedeutet lebenswerte Städte, sichere Radwege, gute Bildungsangebote, bezahlbares Wohnen und sozialen Zusammenhalt – ganz konkret hier vor Ort.
Wer glaubt, grüne Politik finde nur in Wahlprogrammen statt, der sollte sich anschauen, was wir in Herrenberg tun. Wir Grünen hier sind unglaublich aktiv: im Gemeinderat, in Arbeitskreisen, in Bürgerinitiativen, bei Veranstaltungen, im Ehrenamt. Wir diskutieren, wir streiten, wir suchen Mehrheiten – und wir übernehmen Verantwortung. Ich erlebe im Gemeinderat immer wieder: Grüne Politik vor Ort funktioniert, sie ist vorbereitet, durchdacht und zukunftsorientiert. Wir stehen dafür, dass wir keine Luftschlösser bauen. Wir brauchen kein Monstrum Herrenberg-Süd, das uns Millionen kostet, wenn wir unzählige unbebaute Flächen in der Innenstadt haben. Wir sind nicht laut um der Lautstärke willen – wir sind konsequent in der Sache. Und genau das schätzen viele Menschen in dieser Stadt an uns.
Und dieses Jahr bekommt unsere Arbeit noch eine ganz besondere politische Dimension. Am 8. März 2026 ist Landtagswahl in Baden-Württemberg. Ein Datum, das man sich leicht merken kann – denn es ist auch Weltfrauentag. Ich finde: Das passt ziemlich gut zu uns Grünen. Eine Partei, die seit ihrer Gründung für Gleichstellung, Selbstbestimmung und echte Teilhabe steht, darf ruhig an einem Tag gewählt werden, an dem genau das gefeiert wird. Und mal ehrlich: Ein starkes grünes Wahlergebnis – das wäre doch ein ziemlich gutes Geschenk zum Weltfrauentag.
Das grüne Wahlprogramm für die Landtagswahl zeigt: Wir denken Landespolitik genauso, wie wir Kommunalpolitik hier in Herrenberg machen – pragmatisch, wertebasiert und zukunftsgerichtet. „Stabil in bewegten Zeiten“: Es geht um gute Bildung, starke Kommunen, eine nachhaltige Wirtschaft und echten Klimaschutz, der im Alltag der Menschen ankommt. Baden-Württemberg ist ein starkes Wirtschaftsland.
Und auch Herrenberg lebt von einem vielfältigen Mittelstand, von innovativen Betrieben, von Handwerk, Industrie und Dienstleistungen. Auch, wenn uns das manch mal vorgehalten wird: Grüne Wirtschaftspolitik bedeutet nicht „weniger Wirtschaft“ – sie bedeutet zukunftsfähige Wirtschaft – und zwar für alle Bürger*innen – nicht nur für ein bestimmtes Klientel wie wir es leider oft bei anderen Parteien sehen. Und auch hier zeigt sich: Was wir im Land wollen, beginnt vor Ort.
Wenn wir in Herrenberg auf erneuerbare Energien setzen, wenn wir Flächen für Windkraft ermöglichen, wenn wir nachhaltige Infrastruktur ausbauen, dann stärken wir nicht nur den Klimaschutz – wir stärken auch unsere lokale Wirtschaft. Ich bin überzeugt: Eine Wirtschaft, die auf Dauer erfolgreich sein will, braucht ökologische Verantwortung und soziale Fairness.
Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war für mich daher ganz klar der Bürgerentscheid zur Windkraft hier in Herrenberg. Selten waren die Diskussionen so intensiv, selten die Meinungen so unterschiedlich. Es wurde leidenschaftlich gestritten, informiert, argumentiert – innerhalb der Fraktionen, an Infoständen, in Familien und Freundeskreisen. Und genau so muss Demokratie sein: lebendig, kontrovers und offen. Am 13. Juli haben sich die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt mehrheitlich für die Windkraft in Herrenberg ausgesprochen. Das war ein starkes Zeichen –ein klares Bekenntnis zur Energiewende und ein klares Bekenntnis zu der Verantwortung, die wir gegenüber nachkommenden Generationen tragen. Ich finde: Dieses Votum verdient Respekt. Und es verpflichtet uns politisch.
Deshalb sage ich auch ganz deutlich: Wenn jetzt Anträge gestellt werden, die Flächen beschneiden und faktisch die Anzahl der Anlagen reduzieren sollen, dann schwächt das eine demokratische Entscheidung, die wir hier gemeinsam getroffen haben. Wir Grüne stehen dafür, dieses Bürgervotum ernst zu nehmen. Wir zeigen: Wir reden nicht nur über Klimaschutz und Beteiligung – wir kommen hier auch ins Machen. Und genau hier schließt sich der Kreis: Was wir im Land fordern, leben wir vor Ort. Kommunen sind das Rückgrat der Demokratie – und Herrenberg zeigt, wie engagierte Politik aussehen kann.
Als Mitglied unseres Ortsverbands weiß ich: Ohne euch – ohne Wahlkampfstände, Plakatieren, Diskussionen, Veranstaltungen und Gespräche – geht nichts. Grüne Politik let vom Mitmachen. Und davon haben wir hier in Herrenberg zum Glück sehr viel.
Ich wünsche mir für dieses Jahr, dass wir uns das Bewahren: unseren Mut, unsere Freude an politischer Arbeit und unseren Zusammenhalt. Dass wir sichtbar bleiben, ansprechbar sind und zeigen: Grün ist nicht nur notwendig – Grün macht Zukunft. Und Grün macht Spaß.
Wenn wir eines aus den letzten Jahren gelernt haben, dann das: Stillstand ist keine Option. Ob Klimaschutz, Demokratie, soziale Gerechtigkeit oder wirtschaftliche Entwicklung – Zukunft geht nur im Vorwärtsgang. Und ich bin froh und stolz, dass wir hier in Herrenberg genau hierfür stehen: mutig, entschlossen und gemeinsam. Lasst uns dieses Jahr nutzen – für unser Land und für ein starkes Herrenberg.
Vielen Dank für euer Engagement – und auf ein gutes 2026!
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Mit Beschluss des Ortsvorstands ist BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Herrenberg und Gäu Mitglied bei Herrenberg bleibt bunt geworden. Damit akzeptieren wir das Leitbild, das sich das Bündnis gegeben hat und drücken dies aus, indem wir den Text auf unserer Homepage veröffentlichen (zum Download hier klicken).
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