Landtagskandidat Peter Seimer auf Herrenberg-Tour

Der befürchtete Regen blieb aus, aber bei herbstkaltem Wetter radelten Peter Seimer und rund ein Dutzend Herrenberger Bürger*innen rund um Herrenberg. Der Kandidat der Grünen bei den nächsten Landtagswahlen beendete seine "Tour de Gäu", die ihn in den letzten Wochen durch alle Gäugemeinden des Wahlkreises geführt hatte, mit einem Besuch Herrenbergs. Startpunkt war der Bahnhof. Hier wurde von den veranstaltenden Organisatoren, dem Ortsverband der Grünen in Herrenberg und Gäu, die Bedeutung des Bahnhofs als "Mobilitätsdrehscheibe" für alle Arten von Nutzern hervorgehoben...

27.09.20 –

 

Der befürchtete Regen blieb aus, aber bei herbstkaltem Wetter radelten Peter Seimer und rund ein Dutzend Herrenberger Bürger*innen rund um Herrenberg. Der Kandidat der Grünen bei den nächsten Landtagswahlen beendete seine "Tour de Gäu", die ihn in den letzten Wochen durch alle Gäugemeinden des Wahlkreises geführt hatte, mit einem Besuch Herrenbergs.

Startpunkt war der Bahnhof. Hier wurde von den veranstaltenden Organisatoren, dem Ortsverband der Grünen in Herrenberg und Gäu, die Bedeutung des Bahnhofs als "Mobilitätsdrehscheibe" für alle Arten von Nutzern hervorgehoben.
Von vielen Mitradelnden wurde als das Hauptproblem der Pendler das Verpassen von Anschlüssen aufgrund der "notorisch verspäteten" S- und Ammertalbahnen benannt. Weiter wurde angemerkt, dass die Gelder für die geplante Erweiterung des Parkhauses momentan besser in den Schulen verwendet werden sollten. Hier bestehe ein riesiger Modernisierungsbedarf. Auch der drohende jahrelange "Zwangsstopp" der Gäubahn in Vaihingen, der besonders die Pendler*innen aus den Gäugemeinden betreffe, wurde angeschnitten.

Erster sportlicher und gleichzeitig geographischer Höhepunkt war der Anstieg nach Haslach auf dem steilen Katzensteig. Auf einem sehr windigen Aussichtsplatz erläuterte die Grünen Ortschaftsrätin Claudia Mauch, eine der Sprecher*innen der Bürgerinitiative Steinbruch, die Probleme für die Bewohner*innen Haslachs, des Holdergrabens und der angrenzenden Herrenberger Wohnviertel: die Staub- und Lärmbelastung sowie in Haslach ein massiver LKW-Verkehr. Auch die Erweiterungspläne des Steinbruchs bis hin zur K1030 oberhalb Haslachs wurden kritisiert.

Nach Meinung der Bürgerinitiative verstoßen die Betreiber seit Jahren gegen rechtliche Auflagen des Landratsamtes als Genehmigungsbehörde, der laufende Betrieb sei deshalb mit der veralteten Anlage eigentlich nicht erlaubt. "Ich würde mir ein entschlosseneres Vorgehen des Landratsamts wünschen, schließlich wird seit Jahren gegen die Betriebsauflagen verstoßen. Hier deuten sich Parallelen zum Gärtringer Schlachthof an," ergänzte Peter Seimer.

Gefühlt "im Grünen" wurde von Thomas Wappler, einem Vertreter des Bürgerprojekts "Streuobsterlebnis Herrenberg", darauf hingewiesen, dass die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen für Vögel, Bienen und weitere Insekten nicht nur nutzlos, sondern wegen der Ausbringung von Ackergiften sogar schädlich seien. Nachgewiesen sei, dass Bienen wesentlich mehr Honig in Wohngebieten ernteten als auf den typischen Feldern ringsum.

Es wurde mit Blick hinunter nach Gültstein auch die dortige Bürgerinitiative „Schützenswertes Gültstein“ angesprochen, die gegen eine Erweiterung des Gewerbegebiets im Bereich Sandstegle/Lachen kämpft, bei der der geringe finanzielle Nutzen für die Stadt in keinem Verhältnis zum Verlust von Teilen des Naherholungsgebiets stehe.

Die Tour führte danach steil hinab zurück nach Herrenberg. Erster Stopp war das Seeländerareal. Auch wenn der Bau selbst als gelungen empfunden wurde, könne man dies wegen der alten Gebäude entlang der Seestraße gar nicht würdigen. Stadträtin Waltraud Pfisterer-Preis erläuterte die Hoffnung der Stadt, dass durch die Ansiedlung der Geschäfte im Gebäude und durch die Umwandlung der Seestraße zum "Boulevard" auch Kaufkraft in die Innenstadt angelockt werde.
Von Teilnehmern wurde aber der gegenteilige Effekt vermutet- hier würde in Wahrheit eine zusätzliche Konkurrenz für die kriselnden Altstadtläden entstehen. Auch müsse der Zugang in die Altstadt über die Hirschgasse einladender als von der Stadt aktuell geplant gestaltet werden, um Kunden dorthin zu locken.

Vorletzte Station war der Graben und die neugestaltete Hindenburgstraße. Hier äußerte sich ein Vertreter des Herrenberger ADFC eher skeptisch. Ob die Radstreifen, die optisch eher ein Flickwerk seien, die Sicherheit der Radfahrer wirklich erhöhten, müsse sich noch beweisen. Auch habe er die Verwaltung der Stadt Herrenberg in der Vergangenheit als wenig fahrradfreundlich empfunden.

Leicht resigniert wurde noch von einer Teilnehmerin angemerkt, dass die Hindenburgstraße, anders als in anderen Städten, leider immer noch ihren umstrittenen Namen trüge.

Die Radtour wurde im Warmen abgeschlossen. Im "Mehrgenerationenhaus Weitblick" am Bahnhof erläuterte ein Bewohner des ähnlich konzipierten "Wohnquartiers Stadtwerk" die Besonderheiten der Wohnform: nachhaltiges Bauen als Passivhaus, vor allem aber die offene Architektur mit hohem Anteil an Gemeinschaftsflächen und relativ kleinen Privatwohnungen, die Vereinzelung entgegen wirke und solidarisches Miteinander zwischen den Generationen fördere, kurz, wie einer der Anwesenden anmerkte "ein Dorf im Kleinen". Am Ende trat Peter Seimer, der als Tischtennisspieler nach eigenen Worten alle Sporthallen des Kreises kennt, zu einem Match gegen den langjährigen Vorsitzenden der Herrenberger Grünen, Thilo Blum an. Das Ergebnis ist nicht bekannt.

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