Betreuungssituation in den Herrenberger Kitas und Grundschulen

Pressemitteilung

06.07.23 –

Die Grünen im Herrenberger Gemeinderat sorgen sich um die Betreuungssituation in den Kindertageseinrichtungen und Grundschulen der Stadt. „Das Problem steht weit oben auf unserer Agenda“, sagt die Co-Fraktionsvorsitzende Waltraud Pfisterer-Preiss. Lösungen für die seit langem schon angespannte Betreuungssituation seien nicht in Sicht.

Um sich ein genaueres Bild machen zu können, hat die Fraktion unlängst eine Vertreterin des Herrenberger Gesamtelternbeirats der Schulen (GEB) eingeladen. Das Bild, das der GEB gegenüber der Fraktion zeichnete, bestätigte deren Befürchtungen. Dr. Heike Voelker, Co-Fraktionsvorsitzende „Wir haben ein akutes Betreuungsproblem und wir werden ein noch weit größeres Betreuungsproblem bekommen, wenn das Gesetz zur Ganztagesbetreuung in den Grundschulen ab 2026 greift. Im Moment weiß niemand, wie das gehen soll.“

Es steht und fällt mit der Zahl an Betreuerinnen und Betreuern. Der Personalmangel zieht sich durch alle Einrichtungen und durch alle Ortsteile. „Diese Bestandsaufnahme ist unstrittig“, sagt Alfred Steinki, Mitglied im Verwaltungsausschuss. In den Grundschulen stehe schon jetzt das Kernzeitbetreuungsangebot bis 14 Uhr auf der Kippe, führt er aus. Von einer verlässlichen Betreuung bis 15 Uhr oder gar einem Ganztagesangebot mit einem ebenso verlässlichen Mittagessensangebot für die Kinder könne man aktuell allenfalls träumen. Und für die KiTas hat die Stadtverwaltung notgedrungen sogar die Reduzierung der Ganztagesbetreuung bis nur noch 15 Uhr angedeutet.

Aktuell fehle es insbesondere an der schulischen Nachmittagsbetreuung in den Ortsteilen. Die Grundschulen in der Kernstadt seien deshalb über ihre Kapazitäten hinaus nachgefragt. „Die Kinder wandern gewissermaßen aus in die Kernstadt. Das ist eine Entwicklung, die weder aus Sicht der Teilorte noch aus Sicht der Kernstadt gut ist. Wir bekommen eine Schieflage“, mahnt Steinki. Mit Blick auf die Verwaltungsspitze sagt Steinki: „Jammern alleine hilft nicht, denn es gibt den Rechtsanspruch für Schülerinnen und Schüler, zunächst für die ersten Klassen ab 2026.

Die Stadtverwaltung sieht die Probleme. Ob Ideen zur Bewältigung umgesetzt werden können, muss sich noch zeigen. Laut Pfisterer-Preiss drängt die Zeit, denn 2022 wurden die Eltern erst eine Woche vor den Sommerferien benachrichtigt, dass vor allem für Kinder der vierten Klassen die Betreuung gekürzt werde und diese Kurzfristigkeit sei inakzeptabel.

Auf Vorschläge, wie die vorhandenen Betreuungskapazitäten vielleicht effektiver eingesetzt werden könnten, warten die Grünen. Ebenso eine Diskussion darüber, welchen Gestaltungsspielraum die Gesetze lassen, um den Schlüssel von Kindern und Betreuungskräften zu verbessern oder die hohen Anforderungen an das pädagogische Personal kurzfristiger zu erfüllen oder abzusenken. Dr. Heike Voelker fragt: „Gibt es zum Beispiel Möglichkeiten, über qualifizierte Fort- und Weiterbildungen interessierte Menschen als Betreuerin oder Betreuer zu gewinnen – über was denkt die Stadt nach, und über was ist sie überhaupt bereit nachzudenken?“

Stadt, Schulen und Eltern müssten jetzt in einen viel breiteren und vor allem regelmäßigen Dialog eintreten, fordern die Grünen. „Im Übrigen nicht nur, um über die Zukunft der Betreuung an Grundschulen und KiTas zu sprechen. Es gibt ja jede Menge andere Themen: Vom sicheren Schulweg über das gesunde Mensaessen bis hin zur Schulsozialarbeit“, fasst Waltraud Pfisterer-Preiss zusammen.

Kategorie

Frühkindliche Bildung | Kommunales | Pressemitteilung | Schule

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