19.08.2019

Kolumne August 2019

Dr. Heike Voelker, Grünen-Gemeinderätin in Herrenberg

Klimanotstand - auch in Herrenberg

Mit der Erklärung des „Klimanotstandes“ – so geschehen in inzwischen 31 Kommunen – würde Herrenberg bestätigen, dass es eine Klimakrise gibt und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, diese zu begrenzen.
Oberbürgermeister und Gemeinderat erkennen im Schulterschluss gemeinsam an, dass ihr mögliche Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise höchste Priorität haben. Sie werden gemeinsam ihre politischen Entscheidungen auf Klimaverträglichkeit prüfen, und die Voraussetzungen schaffen, die das klimafreundliche Handeln der Bürger/innen erleichtert und belohnt.

Konkret braucht Herrenberg eine klimafreundliche Mobilitätsstrategie. Wo bleibt die Solar-Offensive? Woher kommt die regenerativ gewonnene Energie für das Wasserfontänen-Ensemble auf dem Seeländerareal? Sind trockenstressanfällige Platanen die richtige Baumart zur Beschattung von öffentlichen Räumen? Wie sieht die Strategie für die Klimawandelanpassung aus? Es ist ein kommunaler Wärmeplan aufzustellen. Gibt es ein ausreichendes Beratungsangebot für die Bürger? Vieles muss auf den Prüfstand: die anstehenden Entscheidungen für den Haushalt 2020, das zukünftige Leitbild 2030, die Fortschreibung des Strategiepapiers der Stadtwerke, die Pläne zur Stadtentwicklung. Bei der Umsetzung hilft ein in der Stadtverwaltung zu verankerndes Klimaschutzmanagement.

Wir Herrenberger leisten gemeinsam unseren Beitrag, um die Klimaschutzziele zur Begrenzung der Klimaerwärmung auf unter 2°C zu erreichen: Die Kommune nimmt die nach dem Landesklimaschutzgesetz ihr zugewiesene Vorbildfunktion wahr. Wir Bürger mindern entsprechend unseren Möglichkeiten den persönlichen CO2 -Footprint. Nur wenn wir gemeinsam umsichtig und schnell handeln, werden wir unserer Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkeln gerecht.

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